Wohnmobil-Versicherung in USA und Kanada

Wohnmobil-Versicherung in USA und Kanada

Dieses Thema hat uns vor unserer Abreise fast graue Haare beschert. Wir haben Blogs über Blogs gelesen, andere Reisende kontaktiert und uns die Finger wund recherchiert. Alles mit dem Ergebnis, dass es seit den Änderungen in 2017 nicht einfach ist eine Versicherungsgesellschaft für Wohnmobile mit ausländischem Kennzeichen zu finden.

Versicherungsanbieter

Die bekannte Lionsgroup Insurance hat die Versicherung leider auch nicht mehr angeboten. Uns blieb also nichts anderes übrig als die relativ teure Versicherung von Seabridge’s Partnerfirma Thum Insurance abzuschliessen.

Unsere Kontakt Person bei der Thum Insurance ist Sue Blood: sue@thuminsurance.com.

Leider kann man keine reine Haftpflichtversicherung wählen, die für unseren alten Rocky völlig ausreichend gewesen wäre.

Versicherungsdauer

Die Versicherung bei der Thum Insurance kann nur für mindestens 6 Monate abgeschlossen werden, das nächste Intervall wäre dann 1 Jahr, monatlich verlängern geht leider nicht. Die Kosten für die Versicherung richten sich hauptsächlich nach dem Zeitwert des Wohnmobils sowie nach Alter und Zivilstand des Antragstellers. Je neuer ein Wohnmobil ist desto teurer also auch die Versicherung. Der Zeitwert wird jedoch nicht überprüft, man verlässt sich auf die vom Besitzer gemachten Angaben.

Ein Kostenbeispiel für die Versicherung von Rocky

Für die 6-monatige Versicherung für Rocky (wir haben 8’000 USD als Zeitwert angegeben) zahlen wir 1’205€.

Rocky, unser Wohnmobil, ist ein Citroen C25 Turbo Diesel aus dem Jahr 1991.

Braucht man die Versicherung wirklich?

Fraglich ist, ob man die Versicherung wirklich benötigt. Diese Frage muss aber natürlich jeder für sich selbst beantworten, da ist es schwierig einen Ratschlag zu geben.

Unsere Erfahrungen:

Wir wurden bisher nie nach der Versicherungspolice gefragt, weder am Hafen, noch bei der Einreise, noch beim Zoll.

Obwohl wir uns bereits in mehrfach schwierigen Situationen befunden haben, im Sand fest gefahren oder Getriebeschaden – sind nur einige Beispiele – haben wir immer innerhalb von kürzester Zeit sehr hilfsbereite Amerikaner gefunden, die uns 2 km rückwärts aus Sandpisten abgeschleppt haben oder unser Getriebe mit uns geöffnet haben.

Einen richtigen «Unfall» hatten wir glücklicherweise noch nicht und mussten daher die Versicherung noch nicht in Anspruch nehmen.

Da wir planen länger als 6 Monate in den USA zu bleiben, werden wir für die restliche Zeit versuchen eine andere Versicherung vor Ort zu finden. Wenn uns das gelungen ist, halten wir euch auf jeden Fall hier auf dem Laufenden.

This Post Has 3 Comments

  1. Herzlichen Dank für Euren guten Beitrag

    1. Sehr gern geschehen. Falls weitere Fragen bestehen, gern einfach melden

  2. Habt ihr bereits eine günstigere Versicherung gefunden? Und habt ihr euren deutschen/internationalen Führerschein gegen einen kanadischen eingetauscht?

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